
Nachdem ich jetzt also schon demonstriere wie ein Weltmeister, habe ich mich mit Freuden, oder auch aus Versehen, in die Reihen der Sozis, nein, noch besser, der unradikalen Jungphilantropen geworfen. Als Antwort auf eine Anzeige im Internet, die freiwillige Mitarbeiter für ein "lustiges" Radioprogramm suchte, hatte ich mich in die Höhle der Löwen begeben, nur um lauter Schafe im Guevara-Pelz vorzufinden (passenderweise im Seidenkleidchen, nachdem mir die Klamotten ausgegangen waren. Besser sauber aussen als dreckig innen). Das Red Humanista setzt sich aus einem bärtigen Haufen Weltverbesserer zusammen, die auf die Revolution von unten warten. Wir müssen alle nur ein bisschen netter werden, das System ist eh Hundekuchen. Also, daher schart man um sich, wer Solidarität noch zu buchstabieren weiss, und bespricht, ob man nicht mal ein Theaterstück oder ein Radioprogramm machen sollte, ein lustiges kritisches. Oder so, bis jetzt habe ich mich um die Haupt-und Herzversammlung gedrückt, soweit zugelassen, habe es aber nicht übers Herz gebracht, nicht mit dem Weltverbesserer Carlos nicht im Park Zettelchen zu verteilen, um noch mehr Schäfchen an die Tränke der guten Herzen zu rufen. Wenigstens weiss ich jetzt, dass ich entweder sozialschizophren bin, oder zu später Stunde einfach zynischer. Höchstwahrscheinlich war die auch mein letzter Auftritt, bevor ich mich noch im Humanistnetz gefangen vorfinde (Dabei kann mir niemand vorwerfen ich hätte nicht mein Scherflein beigetragen). Also, wenn in ein paar Jahren die Welt eine bessere ist, liegt das nur marginal an meinem Beitrag. Also, Tod dem individualismo oder auch Egoismus und ran an die Doktrine,
Tono (ein besserer Mensch, schon heute)
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