Samstag, 12. April 2008



Nachdem ich eh die einzige bin, die sich auf diesem schönen Feld hier verlustiert, kann ich auch gleich noch mal nachschieben. Also, ihr wisst alle schon, Johns Hopkins hat mir sein jubelndes Ja über den Ozean gehaucht, und die frische Brise war mir sehr genehm. Also habe ich mich betrunken (moderat, und nicht so wie ich das vorhatte), am nächsten Tag zum Mittagessen ausführen lassen (Heidi und Oda, und es war eine Pracht), ein Glas Wein und drei Blöcke später hatte ich neue Schuhe (es ist nicht alles Gold was glänzt. Diese hier auch nicht, aber so hoch wollte ich meine Ansprüche nicht kurbeln. Glanz reicht auch). Und nachdem ich vorgestern endlich und gottseidank  mein dämliches, vollkommen nutzloses Handy verloren habe, musste ich mir heute einen Wecker kaufen. Ich kann mir die Epoche nicht mal vorstellen, deren er angehörig sein könnte. Aber Dr No ist eine miese Kellerratte gegen meine Ausrüstung. Ich habe 16 Knöpfe um sämtliche Zeiten dieser Welt abzufragen, und ich schaffe das mit links, obwohl die Bedienungsanleitung auch in deutsch noch japanisch ist. Also, Gratulation an mich selber, habe ich was geleistet und mich auch noch selber belohnt, damit das kein anderer machen muss, ich freue mich immer noch dass ich mit allen von euch so schnell sprechen konnte nachdem ich nicht aufhören konnte, schnell zu sprechen (also waren 3 Ventile das mindeste was man brauchen konnte), also forvärts, 
beso
Tono

Mittwoch, 9. April 2008

Sozi kann ich auch


Nachdem ich jetzt also schon demonstriere wie ein Weltmeister, habe ich mich mit Freuden, oder auch aus Versehen, in die Reihen der Sozis, nein, noch besser, der unradikalen Jungphilantropen geworfen. Als Antwort auf eine Anzeige im Internet, die freiwillige Mitarbeiter für ein "lustiges" Radioprogramm suchte, hatte ich mich in die Höhle der Löwen begeben, nur um lauter Schafe im Guevara-Pelz vorzufinden (passenderweise im Seidenkleidchen, nachdem mir die Klamotten ausgegangen waren. Besser sauber aussen als dreckig innen). Das Red Humanista  setzt sich aus einem bärtigen Haufen Weltverbesserer zusammen, die auf die Revolution von unten warten. Wir müssen alle nur ein bisschen netter werden, das System ist eh Hundekuchen. Also, daher schart man um sich, wer Solidarität noch zu buchstabieren weiss, und bespricht, ob man nicht mal ein Theaterstück oder ein Radioprogramm machen sollte, ein lustiges kritisches. Oder so, bis jetzt habe ich mich um die Haupt-und Herzversammlung gedrückt, soweit zugelassen, habe es aber nicht übers Herz gebracht, nicht mit dem Weltverbesserer Carlos nicht im Park Zettelchen zu verteilen, um noch mehr Schäfchen an die Tränke der guten Herzen zu rufen. Wenigstens weiss ich jetzt, dass ich entweder sozialschizophren bin, oder zu später Stunde einfach zynischer. Höchstwahrscheinlich war die auch mein letzter Auftritt, bevor ich mich noch im Humanistnetz gefangen vorfinde (Dabei kann mir niemand vorwerfen ich hätte nicht mein Scherflein beigetragen). Also, wenn in ein paar Jahren die Welt eine bessere ist, liegt das nur marginal an meinem Beitrag. Also, Tod dem individualismo oder auch Egoismus und ran an die Doktrine, 

Tono (ein besserer Mensch, schon heute)